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Gleichnisse



Wenn man durch das Anwesen der kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes spazieren geht, kann man große Eichen und in dem kleinen Hain vor dem Prieuré hübsche Immergrünblümchen oder Veilchen entdecken. Die kleinen Schwestern erzählen Euch nun den Parabel der Eichen und der Blümchen. In der Natur kann man unzählige verschiedene Sachen betrachten; es gibt große mächtige Bäume, schöne Obstbäume und es gibt auch die Wiesenblumen und die kleinen wilden Blumen am Straßenrand. Die großen Bäume sind nützlich! Die Eichen geben zum Beispiel das Holz, aus dem schöne Bretter, Balken, teure Möbelstücke gemacht werden. Die Obstbäume geben Obst, das ist ihre Rolle, ihr Beitrag zur Natur.

Aber die Wiesenblumen ? Sie sind nicht sehr nützlich und nicht sehr bedeutungsvoll, nicht sehr brauchbar. Wozu dienen sie denn? Eigentlich, zu gar nichts; sie sind zierlich, bescheiden, aber sie duften. Sie setzen Farbtupfer in die Wiesen und Wälder, die ohne sie langweilig wären. Ja, sie sind wirklich hübsch und sollten geliebt werden und zu Sträußen gesammelt. Und dazu sind sie den Bienen sehr nützlich. Und wenn ein Veilchenstrauß auf einen Eichentisch gestellt wird, ist es der Strauß, der angeschaut wird, und eine angenehme Stimmung schafft. In der rationalen Welt sind Eiche und Nußbaum wichtiger als eine Wiesenblume. Die Sonnestrahlen beleuchten die Eichen, die Nußbäume und die Veilchen. Der Regen begießt sowohl die großen Bäume wie auch die kleinen Blumen. Wozu erzählt man dieses Gleichnis? Weil im Gottesreich der Heilige Geist und die göttlichen Gnaden die Sonne und der Regen der göttlichen Liebe sind. Und die Kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes, die heute Euch empfangen, sind die Blumen auf Gottes Wiesen. Wir glauben in diesem Wort, wir glauben an die unendliche, wirklich unendliche Hingabe des Vaters. Wir zweifeln nich daran, auch wenn unsere Augen des Denkens, unsere menschlichen Gedanken dem Heiligen Geist entfremdet sind. Dieser Geist der Liebe ist jedoch der unsichtbare Lebensaft der Kleinsten. Ja, die Zuneigung Gottes für die Demütigsten, für die Kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes und für diejenigen, die ihnen ähneln, ist selbstverständlich, da Jesus, sein wohl geliebter Sohn, sich mit jeder von ihnen gleich setzt: " Wer nun sich selbst ernidrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel. Und wer ein solches Kind um meines Namens willen aufnimmt, der nimmt mich auf" (Mt 18,4-5).

Large trees are useful! The oaks, for example, give the wood that makes beautiful boards, planks, furniture prices. Fruit trees bear fruits, it is their role, their contribution in nature.

Von Mutter Line, Oberin der Kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes


Der Gesang des Windes



Wenn man in dem kleinen Eichenhain in der Nähe der Kapelle spaziert, weht oft leise der Wind, "und, wenn wir verstehen zuzuhören, in der Stille, ohne etwas zurückzuweisen, bescheiden und mit dem größten Respekt, dann werden wir den Wind zu uns sprechen hören. Er summt uns ein schönes Lied. Unser Bruder Wind weht leise. Er ist arm, ein Pilger in dieser Welt, herumstreifend und sich zurückziehend. In seiner Entblößung trägt er die reichen Samen der Schöpfung. Er sät und geht vorüber, ohne sich zu kümmern, wo sie hinfallen könnten und ohne die Frucht seiner Arbeit zu kennen. Er begnügt sich zu säen und macht es mit Großzügigkeit. Gebunden an nichts ist er frei wie die weiteste Weite. Und er weht, wo er will, wie der Geist Gottes, wie es in der Bibel gesagt ist".

Dieser bescheidene Gesang ist auch das diskrete und demütige Bild unserer lieben Kleinen Schwestern. Vielleicht sind sie in ihrer Intelligenz verletzt, aber ihre Seele und ihr Herz sind nicht gehandicapt. Unser Herr hat in sie zahlreiche Schätze gelegt, die vor den Augen der Welt versteckt sind : Durch ihre heitere Hingabe zu Gott erinnern sie der heutigen Welt, wie jedes Leben für unseren Vater im Himmel kostbar ist uns daß jedes Leben, ob verletzt oder nicht, einen Sinn, einen wahren Sinn hat. Wir wurden mit großen Absichten geschaffen: Lieben und geliebt werden. In diesem Fall sind unsere lieben Kleinen Schwestern ein Beispiel, sie helfen uns Tag für Tag. Durch ihr an Gott "ganz gegebenes" Leben, durch ihre Gebete helfen sie vielen Leuten, sie säen großzügig auf unserer guten Erde. Sie zeigen uns den Weg zum Himmel und die Quelle der wahren Freude, die darin liegt, sich selber immer vergessen, um den anderen eine Freude zu machen.

Von der Kleinen Schwester Rose-Claire (geboren am 9. Juli 1986), die am 24. März 2012 ihr Gelübnis bei den Kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes abgelegt hat. Sie ist am 4. Mai 2013 zu Gott zurückgekehrt.

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Zeugnis des Abtes Philippe-Marie:



Die Kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes

Nachdem man eine kurvenreiche Straße hochgefahren ist, entdeckt man oben auf dem Hügel, an dem die Creuse vorbeifließt, ein Familienhaus. Man begreift sofort, daß es von einer besonderen Familie bewohnt ist. Die Kapelle, die wie eine Hütte aussieht, liegt in der Verlängerung des Hauses und lädt die neugierigen Besucher zum Eintritt ein. Kaum eingetreten wird der Blick vom Chor angezogen, weil er von einem sanften Licht umhüllt ist und sich auf ein Fenster öffnet, wodurch die grüne Natur wie eine Schatulle wirkt, die den zarten Schatz umhüllt. Einige verschleierte Silhouetten, die in Anbetung vor der Stillen Anwesenheit, die das Leben dieses Ortes ist, warten auf mich für den Gottesdienst. Nachdem ich die heiligen Gewänder angelegt habe, nähere ich mich andächtig dem Altar. Die Kleinen Schwestern Jüngerinnen des Lammes begleiten Es jeden Tag auf seinem Kreuzweg und in Seiner Auferstehung. Die meisten von Ihnen haben etwas mehr als die gewöhnlichen Schwestern: Ein überzähliges Chromosom! Unter diesen Down-Kleinen Schwestern hat man das Gefühl wie in einem Porzellanladen zu stehen. Ihre Zerbrechlichkeit fordert zur Sanftheit auf. Aber gleichzeitig spürt man ihren inneren Reichtum und die Kraft ihrer reinen Herzen. Ihre geistige Führerin ist die so populäre Heilige von Lisieux, die den Weg gezeigt hat, der zu Jesus führt. Man hätte gern, daß das Gebet sich verlängert, weiter und weiter, so sehr fühlt man sich auf den Flügeln der Unschuld getragen, eine Hingabe von schlichten Seelen. In der grenzlosen Verschiedenheit der religiösen Gemeinschaften unserer Kirche besetzen sie einen ganz kleinen Platz, der verborgen, diskret, angenehm unerwartet und so sehr dem Evangelium nah ist.

Sie tragen in sich die Stigmata der Schmerzen der Leidenschaft von ihrem Jesus. Jüngerinnen des Lammes opfern sie sich mit Ihm ohne Illusion über ihrer Verletzlichkeit. Aber gerade diese akzeptierte Verletzlichkeit macht sie so kostbar für unser Jahrhundert, das so sehr an das Materielle und an Selbstversorgung leidet. Wir tauchen mit ihnen in einen geistigen Jungbrunnen. Er steht auf den Antipoden einer veralteten Welt, die durch negative Versuche unnützlich eine ewige Jugend sucht. Ihre unbeschreiblichen Lächeln grüßen Euch mit einer inneren Freude und zeigen, daß sie schon die ersten Früchten des wahren Lebens genießen. Ihr ganzes Sein, ihre bloße Existenz sind ein wunderbarer Ausdruck des vollen österlichen Geheimnisses, das uns gleichzeitig zum Kreuz und zur Auferstehung des Herrn führt. Ihr Zeugnis, das frei von jeder Anklage ist, erlaubt uns einen Blick auf uns selbst zu werfen, der unsere eigenen Schwächen der Liebe Gottes preisgibt. Durch sie erscheint in vollem Licht die göttliche Gnade. Sie begnügt sich mit dem liebenden Opfer unserer armen Grenzen, damit sie durch die Macht des Kreuzes verklärt werden und sich in Früchte der Menschenliebe verwandelt.

Während wir uns in die Lage unseres Herrn Jesus versetzten, als Preis unserer Sünden aufgeopfert und auferstanden, damit wir leben können, erinnern uns diese Kleinen Schwestern, daß wir alle durch unsere Taufe Jünger des Lammes geworden sind. Und Er ist am dem Kreuz gestorben, gerade weil er sich nicht gescheut hat, unsere Mängel und unsere Sünden anzuschauen. In der Tiefe unseres Elendes sprudelt die Quelle der wahren Freude. Wir wissen, daß wir unendlich geliebt werden vom himmlischen Vater, der für uns Seinen Sohn gegeben hat. Das Finsternis des Karfreitags und des Ostersamstags verwandeln sich in das Osterlicht, in dem uns nun alle Hoffnung erlaubt ist. Selbst wenn der Mensch sich zerstören will, indem er blind durch Gesetze gegen die Natur und gegen Gott eine Todeskultur entwickelt, ist das Leben dazu fähig zu widerstehen. Der Triumph von Satan und der Finsternis ist nur Schein. Allein der gestorbene und wieder auferstandene Jesus Christus hat das letzte Wort. Unsere Kleinen Schwestern des Lammes sind eine Prophezeiung der Liebe und des Lebens. Wie sollten wir mit ihnen für die Osterfreude nicht danken, die uns niemand rauben kann (cf. Jn 16,22)

Abt Philippe-Marie, veröffentlicht am 25. März 2015

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"Ihre Berufung ist wertvoll für die Kirche"
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"Er hat die demütig und sanftmütig erhöht . Er hat die Hungrigen mit Gütern gefüllt"

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